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Konzert am Sonntag, 11. Mai

Philharmonieorchester Jalisco
Héctor Guzmán, Dirigent
Johannes Moser, Cello

Ort: Teatro Degollado
Zeit: 12.45 Uhr

Programm:

Ouvertüre Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdink (1854-1921)
[8 Min.]
Konzert für Cello und Orchester von Antonin Dvorak (1841-1904)
[40 Min.]

I -Allegro
II – Adagio ma non troppo
III- Finale-Allegro moderato

Pause

Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde von Richard Wagner (1813-1883)
[18 Min.]

Symphonische Metamorphosen über Themen von Carl Maria von Weber
von Paul Hindemith (1895 – 1963)
[20 Min.]

I –Allegro
II – Turandot-Scherzo
III- Andatino
IV- Marsch

JOHANNES MOSER, Cello

Der deutsche Cellist Johannes Moser gelangte weltweit an die Öffentlichkeit, als er im Jahr 2002 den 12. Tschaikowsky-Wettbewerb gewann und seine Interpretation der Roccoco Variationen mit dem Sonderpreis ausgezeichnet wurden.

Im selben Jahr wurde für den Bayrischen Rundfunk das Erste Cello Konzert mit dem Bamberger Symphonieorchester aufgenommen. Das selbe Konzert gab er mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks unter der Leitung von Paavo Jarvi auf zahlreichen internationalen Festivals, wie zum Beispiel den Festivals von Meran, Stresa, Montreux und Lugano. Diese Veranstaltungen eröffneten Moser schnell zahlreiche interessante Perspektiven auf höchstem Niveau.

Auf die Einladung Zubin Mehtas hin wirkte er beim Maggio Musicale mit dem Münchner Rundfunkorchester in Florenz unter der Leitung von Petrenko mit, außerdem im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Riccardo Muti und im Londoner Symphonieorchester unter Valery Gergiev auf der Barbicane in London und Spanien.

Sein Debut in den USA erfolgte im März 2005 mit dem Chigago Symphony unter der Leitung von Boulez, wo er das Rands Concerto spielte. Das Publikum feierte ihn mit stehenden Ovationen und die Chicago Tribune beschrieb ihn als „großes Talent” und „heldenhaft”. Bei seinem darauf folgenden Konzert im Juli 2005 in Los Angeles mit der Philharmonie Los Angeles auf dem Hollywood Bowl erzielte er ähnliche Erfolge.

Moser trat außerdem mit dem Saarbrücker Rundfunk-Symphonieorchester, dem SWR Stuttgart und dem Deutschen Symphonie Orchester in Berlin auf. Des Weiteren spielte er auf dem Schleswig-Holstein Festival, dem Kissinger Sommer Festival, dem Gstaad Festival und dem Rheingau Musik-Festival.

Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2006/2007 gehörten sein Debut mit dem New Yorker Philharmonieorchester in Tokio und eine Italien-Tournee mit Riccardo Muti und dem Cherubini Orchester. Außerdem sind Verpflichtungen mit der Münchner Philharmonie und Cristian Thielmann, dem Cleveland Orchester und Franz Welser-Möst auf dem Blossom Festival, der Bamberger Symphonie, dem Vancouver Symphonieorchester und dem Colorado Symphonieorchester, sowie Konzerte durch Europa und Auftritte mit Kammermusik in Verbier, Salzburg und Luzern zu nennen.

Der 1979 in München geborene Moser begann im Alter von acht Jahren mit dem Cello-Spiel und war ab 1997 Schüler von David Geringas. Seine ersten Preise waren im Jahr 2000 die Davidoff Competition in Riga und 2001 der Mendelssohn- Wettbewerb in Berlin.

Seine erste Konzert-CD wurde im Sommer 2006 von Hänssler Classics herausgegeben und enthält Sonaten Schostakowitschs, Weinbergs und Boris Tschaikowskys.

PRESSE

Cleveland Orchestra/ Franz Welser-Möst
Das Sonntagskonzert erfuhr eine grandiose Eröffnung durch das Debut des deutschen Cellisten Johannes Moser mit dem Cello in C-Dur von Haydn. Moser spielte mit flinker Brillanz und ausdrucksstarkem Charakter. Wir werden seine Rückkehr mit Interpretationen von Dvorak, Elgar oder jedem anderen beliebigen erfolgreichen Werk, „das Cellisten herausfordert”, schätzen.

Donald Rosenberg, The Plain Dealer, Juli 2007

Verbier Festival
In der modernen und akustisch hochwertigen Kirche Verbier arbeiteten Ax und seine jungen Kollegen an zahlreichen Werken von Mozart - unter anderem der 9. Klaviersonate und dem Klavierquartett K. 478 - mit dem Violinisten Leonidad Kavakos, dem Violinisten David Carpenter und dem Cellisten Johannes Moser. Wenn die Akteure noch nicht geläufig sind, wird sich dies sicher in den nächsten Jahren ändern; Künstler von morgen zu präsentieren, ist eins der Anliegen des Festivaldirektors.

Frank Caldenhead, Musical America, August 2006

Londoner Symphonieorchester/ Valery Gergiev
Gergiev hatte beschlossen, seine Vorstellung mit einer der anstrengendsten Symphonien, der Achten, zu beginnen und er begleitete sie mit einer Neuheit - dem Arrangement Schostakowitschs zum Cellokonzert von Schumann. Die Begründung für die Änderung der Instrumentation war, dass Schumann äußerst deprimiert war, als er das Werk schrieb; ein Argument, das dazu führte, dass die Hälfte des Konzerts umgeschrieben wurde. Das Arrangement von Schostakowitsch bringt Farbe in das Konzert, jedoch in dunklen Schattentönen. Trotzdem erlaubte die klangliche Zusammensetzung des Orchesters eine leidenschaftliche Interpretation der Cellomelodien durch Johannes Moser und im Ganzen überraschte uns der ausgesprochene Glanz der Orchesterpassagen. The Guardian, Oktober 2005

Internationaler Tschaikowsky Wettbewerb 2002
Er besitzt einen ausgeprägten musikalischen Sinn und authentische Individualität. Sein Cellokonzert Nr. 1 von Schostakowitsch begeisterte sogar seine Konkurrenz.

The Strad, Oktober 2002

Philharmonieorchester Jalisco

Ausgehend von der Initiative des Komponisten José Rolón im Jahr 1915 begann eine Gruppe von Musikern aus Jalisco, dem Publikum von Guadalajara Kammer- und Sinfoniekonzerte darzubieten und legte hiermit den Grundstein für das spätere Sinfonieorchester von Guadalajara. Zwischen 1915 und 1924 wurde das Orchester von der „Sociedad de Conciertos“ (Konzertgemeinschaft) geleitet, die über einen Vorstand fungierte und finanzielle Unterstützung aus privater Hand sowie Subventionen der bundesstaatlichen Regierung erhielt. Die Hilfe wurde 1923 aufgrund der Auflösung des Verbands aufgegeben. Nichtsdestotrotz setzten die Musiker ihre Arbeit fort, um die Auflösung des Orchesters zu verhindern, und erreichten die Zusage finanzieller Unterstützung durch den Gouverneur José Guadalupe Zuno. Ebenso ist der Beitrag Don Pedro González Peñas zu nennen, den dieser bis zum Jahr 1939 leistete.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 400jährigen Bestehen der Stadt Guadalajara im Februar 1942, gelangte der Komponist Leslie Hodge in die Stadt, der auf die Musiker mit ihren Interpretationen einiger Stücke der Klassik aufmerksam wurde. Mit dem Interesse, diese näher kennen zu lernen, nahm er Kontakt mit ihnen auf und animierte sie dazu, ein Orchester zu bilden. Er wurde daraufhin dazu eingeladen, dieses zu organisieren und die Dirigentschaft desselbigen zu übernehmen. Andere Verpflichtungen hinderten ihn zu seiner Zeit noch daran, jedoch versprach er, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zurückzukehren. Die Asociación de Amigos de la Música (Vereinigung der Musikliebhaber) bat in Folge den Gouverneur Marcelino García Barragán darum, die Fortdauer des Orchesters vor dem Hintergrund des Angebots des Komponisten Hodge zu bewilligen, welcher im weiteren Verlauf der erste Dirigent des Sinfonieorchesters Jalisco wurde. Seine Schirmherrschaft behielt er bis 1950 inne, während der auch Conciertos Guadalajara, A.C. entstand, das sich mit Subventionen durch die staatlichen und städtischen Regierungen sowie mit Hilfe privater Unterstützung des Sinfonieorchesters von Guadalajara annahm.
1971 wurde das Sinfonieorchester von Guadalajara Teil des Departamento de Bellas Artes del Estado de Jalisco (Abteilung für Schöne Künste des Bundesstaates Jalisco), das seither das Orchester künstlerisch und finanziell trägt.
Das Sinfonieorchester von Guadalajara, das von seinen Dirigenten als leicht zu führen und als vielseitig eingeschätzt wird, realisiert im Durchschnitt 60 Aufführungen pro Jahr, von Konzerten über die Oper bis hin zum Ballett und wurde bereits von Persönlichkeiten wie Leslie Hodge, Abel Eisemberg, Helmut Goldman, Eduardo Mata, Kenneth Klein, Huga Jan Huss, Francisco Orozco, Manuel de Elías, José Guadalupe Flores, Guillermo Salvador und Luis Herrera de la Fuente geleitet. Des Weiteren konzertierten Solisten wie z.B. Paul Badura-Skoda, Claudio Arrau, Jörg Demus, Henryk Szeryng, Plácido Domingo, Alfred Brendel, Bernard Flavigny, Jean Pierre Rampal und Narciso Yepez mit dem Sinfonieorchester.

1988 änderte das Sinfonieorchester von Guadalajara seinen Namen und nannte sich fortan Philharmonie von Jalisco mit der Intention, seine Dienste auf den gesamten Bundesstaat auszuweiten. Diese Organisation ist verbunden mit einer strengen Anhörung musikalischer Bewerber, deren Auswahl die klangliche Homogenität der technischen Leistung ihrer Mitglieder garantiert. Dies erlaubt uns die Einschätzung, dass das Philharmonieorchester Jalisco jedem beliebigen Repertoire mit Stolz und Würde entgegenstehen kann, sogar den ehrgeizigsten Werken der letzten Jahre. Seit Mai 2004 ist Héctor Guzmán der neue Chefdirigent der Philharmonie Jalisco.

Héctor Guzmán
Chefdirigent

Héctor Guzmán, weltweit anerkannt als einer der hervorragendsten mexikanischen Musiker der Gegenwart, ist Chefdirigent der Sinfonien von Plano, Irving und San Angelo in den USA. Nach dem internationalem Wettbewerb „Siete Directores por una Batuta“ (Sieben Dirigenten für eine Dirigentschaft) 2004, aus dem er als Sieger hervorging, wurde er zum Chefdirigenten des Sinfonieorchester Jalisco ernannt und bestätigte somit erneut seine nationale und internationale Bedeutung als Dirigent.

Er war Gastdirigent zahlreicher wichtiger Orchester Mexikos: unter anderem für OFUNAM, Xalapa, Estado de México, Cámara de Bellas Artes, Monterrey, Filarmónica de la Cd. de México, Sinfónica Nacional, sowie der Orchester von Dallas, San Antonio, Wheeling, der Nationalsinfonie der Dominikanischen Republik, dem Collegium Orchestra im Palast Lichtenstein der Musikakademie Prag in der Tschechischen Republik, der Philharmonie von Japan, dem Orchester Amadeus, dem Milano Classica Orchestra von Italien und der Sinfonie von Murcia, Spanien.
Sein Operndebut feierte er 2005 mit der Oper „El Barbero“ de Sevilla (Der Barbier von Sevilla) und 2007 leitete er in Mexiko mit großem Erfolg die spanische Version der Oper Frida.

Geboren in Fresnillo, Zacatecas, studierte Guzmán im Conservatorio Nacional de Música en México (Nationales Musikkonservatorium von Mexiko) bei Víctor Urbán und später in der Southern Methodist University und der Universidad del Norte de Texas unter seinem Mentor, dem renommierten Meister Robert Anderson. Im Rahmen seiner Laufbahn bei den genannten Institutionen gewann er die Wettbewerbe Manuel M. Ponce und Solistas de Conservatorio (Solisten der Musikakademie). 1978 erreichte er für Mexiko den zweiten Platz im wichtigsten Orgelwettbewerb weltweit, dem Grand Prix de Chartres von Frankreich. Im Dirigieren wurde er unterrichtet von Anshel Brusilow (Philadelphia Orchestra), Helmuth Rilling (Universidad de Oregon), Carlo Maria Giulini (Accademia Musicale Chigiana, Italia) und seinem langjährigen Freund und Lehrer Eduardo Mata.

Für seine internationale Arbeit wurde Héctor Guzmán mit Preisen wie der Lira de Oro von Mexiko, dem Meadows Award, dem Preis Director per Excellence, vergeben von dem Instituto Tecnológico (Technologischen Institut) De Vry in den USA, und der Medalla al Mérito Artístico (Medaille für Künstlerischen Erfolg) 2005, der höchsten Auszeichnung vergeben von der Regierung des Bundesstaats Jalisco durch das Conservatorio de Música del Estado de México (Musikkonservatorium des Bundesstaats von Mexiko) - beehrt. Ebenso wurde er mit der Medalla al Mérito Artístico Candelario Huizar 2006 (Medaille für Künstlerischen Erfolg Calendario Huizar) prämiert, verliehen von der Regierung von Zacatecas. 2004 wurde Héctor Guzmán zum Ehrenbürger seines Herkunftsbundesstaats Zacatecas ernannt. Für seinen künstlerischen Beitrag weltweit erhielt er die Medalla de Plata 2004 von der amerikanischen Vereinigung „Sons of the American Revolution“ und seit dem Jahr 2000 ist er im Buch „Grandes Músicos del Siglo XX“ (The Cambridge History of Twentieth-Century Music) aufgeführt, das vom Biografischen Institut von Cambridge, England, herausgegeben wird. Im April 2007 widmete ihm die Stadt Irving und die Abgeordnetenkammer des Bundesstaates Texas eine besondere Anerkennung für seine künstlerische Karriere auf internationaler Ebene und 2008 wurde ihm von der Österreichischen Botschaft die Mozart-Medaille als höchste Anerkennung für seine Leistungen in der musikalischen Landschaft Mexikos verliehen.

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