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Abschlusskonzert am Freitag, 6. Juni
Philharmonieorchester Jalisco
Héctor Guzmán, Dirigent
Ingolf Turban, Violine
Ort: Teatro Degollado
Zeit: 20.30 Uhr

Programm:
Ouvertüre „Der Freischütz” von Carl Maria von Weber (1786 –1826)
[9 Min.]
I –Adagio-Molto vivace
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 von Felix Mendelssohn (1809-1847)
[30 Min.]
I –Allegro molto appassionato
II – Andante
III- Allegretto non troppo- Allegro molto vivace
Pause
Symphonie Nr. 2 von Johannes Brahms (1833-1897)
[44 Min.]
I –Allegro non troppo
II – Adagio non troppo –L´istesso tempo, ma grazioso
III- Allegretto grazioso- Presto ma non assai
IV- Allegro con spirito
INGOLF TURBAN, Violine
Nach seinem unvergesslichen Debut beschrieb ihn die Washington Times als „das deutsche Genie”. Bei dem Konzert trat Turban als Violinsolist zusammen mit Sergiu Celibidache und dem Münchner Philharmonieorchester auf und erhielt daraufhin Vertragsangebote aus aller Welt.
Im Laufe seiner Karriere hat er sein Können auf angesehenen Konzertveranstaltungen in Europa und den USA gezeigt, wo er zusammen mit insgesamt rund sechzig Orchestern unter der Leitung renommierter Dirigenten konzertierte.
So ist sein Repertoire stetig gewachsen und umfasst alle wichtigen Werke des Barock, der Klassik und der Romantik. Turban hat sich mit Begeisterung auch seltener gespielten Werken gewidmet, von Kompositoren wie zum Beispiel Joseph Achron, Heinrich Wilhelm Ernst, Karl-Amadeus Hartmann und Ludwig Thuille.
Ingolf Turban ist ein begeisterter Interpret von Niccolo Paganini und machte bereits zahlreiche Aufnahmen von dessen Kompositionen. Sein Bemühen, seinem Publikum Werke aus der genialen Inspiration Paganinis zu präsentieren, hat ihm unvergessliche Erfolge gebracht.
Auf Grund dieses beeindruckenden Repertoires hat Turban bereits über 30 CD-Produktionen eingespielt. Viele von ihnen sind Erstaufnahmen, die mit wertvollen Preisen prämiert wurden und nach Meinung der Fachpresse neue Standards gesetzt haben.
Anfang 2005 gründete Turban das Kammerorchester I virtuosi di Paganini und im März 2006 debütierte er mit dem New York Philharmonieorchester in der New York Avery Fisher Hall. Zur Zeit ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München.
Ingolf Turban wurde als Sohn einer Pianistin und eines musikliebenden Mediziners geboren. Es verwundert nicht, dass er sich in München niedergelassen hat, wo er heute mit seiner Familie lebt.
PRESSESTIMMEN
... Der deutsche Violinist Ingolf Turban konzertierte in seinem Debüt mit der Philharmonie als Solist des Ersten Violinkonzerts von Paganini. Als offenkundiger Bewunderer Paganinis ließ er seinem Virtuosentum freien Lauf, und ging das Werk in beeindruckender Weise furchtlos und mit Freude an...
The New York Times
... Der Gast-Solist des Abends war der junge deutsche Violinist Ingolf Turban, der das Wieniawski Konzert Nr. 2 spielte... Sein Spiel zeichnete sich durch Gefühl und Stil aus... Turban und das Orchester boten zusammen eine höchst befriedigende Darbietung dieses emotional gehaltvollen Stücks...
Pittsburgh Tribune-Review
Die Bühne war gestern Abend im Kennedy Center Terrace Theatre kahl: kein Klavier, kein Stuhl und nicht einmal ein Notenständer. In diese Kargheit trat der deutsche Violinist Ingolf Turban, der uns mit seinem Instrument eine wunderbare Musikvorführung ohne jeglichen Vergleich genießen ließ... Seine Beherrschung, seine Kontrolle des Stücks war meisterhaft.
The Washington Post
Überraschendes Debüt eines deutschen Genies
... Groß und schlank, frohlockend vor jugendlicher Begeisterung und Schönheit spielte Turban das Konzert in A Dur von Glasunow, ein virtuoses Spiel, das ohne Zweifel eine willkommene Abwechslung in den oftgespielten Werken des Violinrepertoires darstellt.
Washington Times
... Ohne die geringste Unterstützung des Orchesters triumphierte Turban in seinem Solo, in dem er die Variationen von Paganini in „Nel cor piú non mi sento” einem Publikum präsentierte, das dem zehnminütigen Teil gebannt lauschte.
Zuerst spielte er die gefühlvollen Harmonien und die teuflischen Doppeltriller, dann, mit der einen Hand regungslos am Bogen, zupfte er simultan und mit unglaublicher Schnelligkeit mit der linken Hand die Noten. Sogar die Violinisten des Orchesters waren beeindruckt und verblüfft, während sein Können vom Publikum mit stehenden Ovationen belohnt wurde...
Turban erhielt mit dem Violinkonzert von Glasunow – einem authentischen Juwel und einer der wenigen häufiger gespielten Kompositionen von Glasunow – die Möglichkeit, die Gunst aller Anwesenden zu erlangen. Turban nutzte diese Möglichkeit. Mit Beginn des Moderato erreichte er eine geradezu zwanghafte Präsenz durch seine sichere, liebliche Intonation...
The Washington Post
Philharmonieorchester Jalisco
Ausgehend von der Initiative des Komponisten José Rolón im Jahr 1915 begann eine Gruppe von Musikern aus Jalisco, dem Publikum von Guadalajara Kammer- und Sinfoniekonzerte darzubieten und legte hiermit den Grundstein für das spätere Sinfonieorchester von Guadalajara. Zwischen 1915 und 1924 wurde das Orchester von der „Sociedad de Conciertos“ (Konzertgemeinschaft) geleitet, die über einen Vorstand fungierte und finanzielle Unterstützung aus privater Hand sowie Subventionen der bundesstaatlichen Regierung erhielt. Die Hilfe wurde 1923 aufgrund der Auflösung des Verbands aufgegeben. Nichtsdestotrotz setzten die Musiker ihre Arbeit fort, um die Auflösung des Orchesters zu verhindern, und erreichten die Zusage finanzieller Unterstützung durch den Gouverneur José Guadalupe Zuno. Ebenso ist der Beitrag Don Pedro González Peñas zu nennen, den dieser bis zum Jahr 1939 leistete.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 400jährigen Bestehen der Stadt Guadalajara im Februar 1942, gelangte der Komponist Leslie Hodge in die Stadt, der auf die Musiker mit ihren Interpretationen einiger Stücke der Klassik aufmerksam wurde. Mit dem Interesse, diese näher kennen zu lernen, nahm er Kontakt mit ihnen auf und animierte sie dazu, ein Orchester zu bilden. Er wurde daraufhin dazu eingeladen, dieses zu organisieren und die Dirigentschaft desselbigen zu übernehmen. Andere Verpflichtungen hinderten ihn zu seiner Zeit noch daran, jedoch versprach er, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zurückzukehren. Die Asociación de Amigos de la Música (Vereinigung der Musikliebhaber) bat in Folge den Gouverneur Marcelino García Barragán darum, die Fortdauer des Orchesters vor dem Hintergrund des Angebots des Komponisten Hodge zu bewilligen, welcher im weiteren Verlauf der erste Dirigent des Sinfonieorchesters Jalisco wurde. Seine Schirmherrschaft behielt er bis 1950 inne, während der auch Conciertos Guadalajara, A.C. entstand, das sich mit Subventionen durch die staatlichen und städtischen Regierungen sowie mit Hilfe privater Unterstützung des Sinfonieorchesters von Guadalajara annahm.
1971 wurde das Sinfonieorchester von Guadalajara Teil des Departamento de Bellas Artes del Estado de Jalisco (Abteilung für Schöne Künste des Bundesstaates Jalisco), das seither das Orchester künstlerisch und finanziell trägt.
Das Sinfonieorchester von Guadalajara, das von seinen Dirigenten als leicht zu führen und als vielseitig eingeschätzt wird, realisiert im Durchschnitt 60 Aufführungen pro Jahr, von Konzerten über die Oper bis hin zum Ballett und wurde bereits von Persönlichkeiten wie Leslie Hodge, Abel Eisemberg, Helmut Goldman, Eduardo Mata, Kenneth Klein, Huga Jan Huss, Francisco Orozco, Manuel de Elías, José Guadalupe Flores, Guillermo Salvador und Luis Herrera de la Fuente geleitet. Des Weiteren konzertierten Solisten wie z.B. Paul Badura-Skoda, Claudio Arrau, Jörg Demus, Henryk Szeryng, Plácido Domingo, Alfred Brendel, Bernard Flavigny, Jean Pierre Rampal und Narciso Yepez mit dem Sinfonieorchester.

1988 änderte das Sinfonieorchester von Guadalajara seinen Namen und nannte sich fortan Philharmonie von Jalisco mit der Intention, seine Dienste auf den gesamten Bundesstaat auszuweiten. Diese Organisation ist verbunden mit einer strengen Anhörung musikalischer Bewerber, deren Auswahl die klangliche Homogenität der technischen Leistung ihrer Mitglieder garantiert. Dies erlaubt uns die Einschätzung, dass das Philharmonieorchester Jalisco jedem beliebigen Repertoire mit Stolz und Würde entgegenstehen kann, sogar den ehrgeizigsten Werken der letzten Jahre. Seit Mai 2004 ist Héctor Guzmán der neue Chefdirigent der Philharmonie Jalisco.
Héctor Guzmán
Chefdirigent
Héctor Guzmán, weltweit anerkannt als einer der hervorragendsten mexikanischen Musiker der Gegenwart, ist Chefdirigent der Sinfonien von Plano, Irving und San Angelo in den USA. Nach dem internationalem Wettbewerb „Siete Directores por una Batuta“ (Sieben Dirigenten für eine Dirigentschaft) 2004, aus dem er als Sieger hervorging, wurde er zum Chefdirigenten des Sinfonieorchester Jalisco ernannt und bestätigte somit erneut seine nationale und internationale Bedeutung als Dirigent.
Er war Gastdirigent zahlreicher wichtiger Orchester Mexikos: unter anderem für OFUNAM, Xalapa, Estado de México, Cámara de Bellas Artes, Monterrey, Filarmónica de la Cd. de México, Sinfónica Nacional, sowie der Orchester von Dallas, San Antonio, Wheeling, der Nationalsinfonie der Dominikanischen Republik, dem Collegium Orchestra im Palast Lichtenstein der Musikakademie Prag in der Tschechischen Republik, der Philharmonie von Japan, dem Orchester Amadeus, dem Milano Classica Orchestra von Italien und der Sinfonie von Murcia, Spanien.
Sein Operndebut feierte er 2005 mit der Oper „El Barbero“ de Sevilla (Der Barbier von Sevilla) und 2007 leitete er in Mexiko mit großem Erfolg die spanische Version der Oper Frida.
Geboren in Fresnillo, Zacatecas, studierte Guzmán im Conservatorio Nacional de Música en México (Nationales Musikkonservatorium von Mexiko) bei Víctor Urbán und später in der Southern Methodist University und der Universidad del Norte de Texas unter seinem Mentor, dem renommierten Meister Robert Anderson. Im Rahmen seiner Laufbahn bei den genannten Institutionen gewann er die Wettbewerbe Manuel M. Ponce und Solistas de Conservatorio (Solisten der Musikakademie). 1978 erreichte er für Mexiko den zweiten Platz im wichtigsten Orgelwettbewerb weltweit, dem Grand Prix de Chartres von Frankreich. Im Dirigieren wurde er unterrichtet von Anshel Brusilow (Philadelphia Orchestra), Helmuth Rilling (Universidad de Oregon), Carlo Maria Giulini (Accademia Musicale Chigiana, Italia) und seinem langjährigen Freund und Lehrer Eduardo Mata.
Für seine internationale Arbeit wurde Héctor Guzmán mit Preisen wie der Lira de Oro von Mexiko, dem Meadows Award, dem Preis Director per Excellence, vergeben von dem Instituto Tecnológico (Technologischen Institut) De Vry in den USA, und der Medalla al Mérito Artístico (Medaille für Künstlerischen Erfolg) 2005, der höchsten Auszeichnung vergeben von der Regierung des Bundesstaats Jalisco durch das Conservatorio de Música del Estado de México (Musikkonservatorium des Bundesstaats von Mexiko) - beehrt. Ebenso wurde er mit der Medalla al Mérito Artístico Candelario Huizar 2006 (Medaille für Künstlerischen Erfolg Calendario Huizar) prämiert, verliehen von der Regierung von Zacatecas. 2004 wurde Héctor Guzmán zum Ehrenbürger seines Herkunftsbundesstaats Zacatecas ernannt. Für seinen künstlerischen Beitrag weltweit erhielt er die Medalla de Plata 2004 von der amerikanischen Vereinigung „Sons of the American Revolution“ und seit dem Jahr 2000 ist er im Buch „Grandes Músicos del Siglo XX“ (The Cambridge History of Twentieth-Century Music) aufgeführt, das vom Biografischen Institut von Cambridge, England, herausgegeben wird. Im April 2007 widmete ihm die Stadt Irving und die Abgeordnetenkammer des Bundesstaates Texas eine besondere Anerkennung für seine künstlerische Karriere auf internationaler Ebene und 2008 wurde ihm von der Österreichischen Botschaft die Mozart-Medaille als höchste Anerkennung für seine Leistungen in der musikalischen Landschaft Mexikos verliehen.
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